Chronik
Chronik:
Wie in vielen Gegenden Deutschlands profitierte auch das Obere Johannland von der Renaissance des Heimatgedankens in den späten 80er und zu Beginn der 90er Jahre. Daher wurde am 2. Dezember 1988 im Gasthof Büdenbender (Jokebes) der Heimatverein "Oberes Johannland" e.V. gegründet. Dazu hatten sich 22 Bürgerinnen und Bürger aus den Ortschaften Hainchen, Helgersdorf, Irmgarteichen und Werthenbach eingefunden. Hintergrund der Gründung war der gemeinsame Wunsch, an Kultur und Brauchtum festzuhalten, die Geschichte des Johannlandes sowie aktuelle Ereignisse in Schrift- und Bildform zu fixieren sowie Gebrauchsgegenstände zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In den Vorstand wurden damals gewählt Karl Heinz Ley als Vorsitzender, Bruno Sting als Schriftführer und Hans Josef Neuser als Kassenwart. In der Satzung wurden die Pflege und Förderung des Heimatbewusstseins, des Brauchtums und die Bewahrung und der Schutz heimatlicher Kulturgüter verankert sowie die Zusammenarbeit mit den heimischen Vereinen und Institutionen festgeschrieben. Schon während der Gründungsversammlung kristallisierte sich heraus, dass die Einrichtung einer Heimatstube ein von allen gehegter Wunsch war.
Da in der 1929 erbauten Volksschule Räumlichkeiten frei wurden, bekam der neu gewählte Vorstand den Auftrag, mit der damaligen Gemeinde Netphen über eine Anmietung der Räume zu verhandeln. Nach mehreren Gesprächen erfolgte die Zusage. Nachdem die
Vereinsmitglieder die Räumlichkeiten mit viel Mühe, Kosten und Zeit (972 Arbeitsstunden) renoviert hatten, mussten diese wegen anderer Belegungsplänen durch die Gemeinde nach einem Ratbeschluss wieder geräumt werden. Der herbe Rückschlag konnte die Heimatfreunde im Oberen Johannland aber nicht entmutigen.
Dennoch musste bereits 1989 bei der Jahreshauptversammlung der Vorstand neu gewählt werden, da Schriftführer und Kassierer von ihren Ämtern zurückgetreten waren. Neu besetzt wurden sie durch Siegmar Witt Schriftführer und Dietmar Görg Kassierer Vize-Vorsitzender wurde Klaus Schmelzer.
Ohne Gegenstimmen war bei dieser Versammlung auch die Existenzberechtigung einer Heimatstube im Johannland befürwortet worden. Nach wie vor waren die Mitglieder der Auffassung, dass gerade das Johannland eine wechselvolle, spannende und lehrreiche Geschichte habe, die es verdiene, mit allen Gegenständen und Niederschriften dokumentiert zu werden. Abermals wurde der Vorstand beauftragt, mit der Verwaltung in Netphen in Verhandlungen zu treten. Diese hatten zum Ergebnis, dass die Gemeinde Verwaltung dem Heimatverein die Nutzung des Dachgeschosses im ehemaligen Schulgebäude 1990 zur Unterbringung heimatkundlicher Gegenstände vermietet hat.
Im November 1990 übergab Heinz Kringe aus Hainchen dem Heimatverein eine Dreschmaschine als Museumsstück. Ärgerlich war es für den Verein, dass sich lange kein geeigneter Unterstand für die Maschine finden ließ. Im Sommer 1996 konnte der Heimatverein schließlich dafür einen Schuppen auf dem alten Marktplatz "Auf der Struht" bauen. Die Dreschmaschine stand entlich unter einem Dach. Viele Heimatfreunde begannen mit dem Restaurieren, mußten aber schnell feststellen das ein Erhalt nicht mehr möglich war. Zu lange Jahre war sie Wind und Wetter ausgesetzt
Mit den Renovierungsarbeiten auf dem Dachboden der alten Schule wurde im Juli 1991 begonnen. Viel handwerkliches Geschick wurde den Mitgliedern im Zuge dieser Baumaßnahme beim Verputzen der Wände, Erneuern des Fußbodens, Isolieren des Dachs, Vertäfeln, Streichen usw. abverlangt. Bis Mai 1995 wurden hierbei insgesamt 1272 Arbeitsstunden von den Mitgliedern geleistet.
Am 9. September 1995 wurde die Heimatstube schließlich eröffnet. Bürgermeister Rüdiger Bartsch, Stellv. Bürgermeister Bruno Holtermann, Heimatgebietsleiter Walter Oerter, Museumsdirektor Dr. Jürgen Schawacht aus Siegen welcher auch die Eröffnungsansprache gehalten hat.
Der Ratsvertreter von Irmgarteichen Paul Legge, die Vertreter der Ortsvereine von Irmgarteichen, Pastor Gerd Schneider, die Ortsvorsteher von Hainchen,Helgersdorf, Werthenbach und Irmgarteichen waren da. Hermann Josef Siedhof (Sohn des Lehrers Siedhof welcher viele Jahre Lehrer in Irmgarteichen war) hatte dem Heimatverein viele Bilder aus den 20 er und 30er Jahren mitgebracht. Die musikalische Umrahmung hat die Jagdhornbläsergruppe von Netphen übernommen. Nach dem offiziellen Teil, mit dem überbringen der Glückwünsche und einer kleinen Stärkung, ging es die Treppen hinauf zur Heimatstube.Großes Lob wurde dem Heimatverein von allen Gästen ausgesprochen.
Die Heimatstube ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
1782 Exponate konnten bisher gesammelt und ausgestellt werden. Zu den Spannendsten und außergewöhnlichsten Exponaten zählen zweifellos der verlederte und extrem gut erhaltene Katzenkörper. Die in der Blütezeit des Hexenwahns bei lebendigem Leibe in die am Ortseingang gebauten Gebäude (Häuser) eingemauerten Katzen, sollten durch ihr Geschrei die Hexen fernhalten. Dieser Katzenkörper wurde bei Umbauarbeiten des Backhauses bzw. der Hauses Steiner in Salchendorf gefunden. Zur Dokumentation heimischer Geschichte gab der Niederdielfer Friedhelm Busch in Kooperation mit dem Heimatverein im Jahre 2000 eine Chronik über die Pfarrkirche Irmgarteichen anno 1270-1325-2000 in Verbindung mit der Wasserburg Hainchen und dem Fürstengeschlecht von Bicken heraus.
Vorbildlich ist auch die Jugendgruppe des Vereins. Diese erhielt 1993 den Umweltpreis der Gemeinde Netphen. Sie hatte in ehrenamtlicher Arbeit im Naturbereich Nachahmenswertes geleistet. 60 Nistkästen gebaut, aufgehängt und in Pflege genommen. Auch die älteren im Verein machen sich für die Umwelt stark: Entlang der Wegesränder wurden 100 Obstbäume gepflanzt.
Außerdem ließ der Heimatverein eine Tradition des Oberen Johannlandes wieder aufleben, die 1972 wegen zurückgehender Landwirtschaft eingestellt worden war: Der Großviehmarkt, der jedes Jahr vom Landwirtschaftlichen Verein Irmgarteichen veranstaltet worden war. Mit Kleintieren rief der Verein am 23. März 1993 den Markt wieder ins Leben. Dieser erste Markt war so gut besucht worden, dass sich der Vorstand entschloss, in den folgenden Jahren vier Märkte im Jahr (März, Mai, Juli und September) zu veranstalten.
Seit März 1994 ist der Trödelmarkt hinzu genommen worden, so dass der Markt heute mit den Bereichen Kleintiere, Bauernprodukte, Ökoprodukte und Trödel eine breite Angebotspalette repräsentiert. Die Termine für den mittlerweile über die Grenzen des Siegerlandes
hinaus bekannten Marktes für das aktuelle Jahr können Sie hier erfahren. Der Markt findet jeweils von 11 bis 18 Uhr auf dem alten Marktplatz und in der Schützenhalle Irmgarteichen statt.
Auch sonst sprudelt der Verein vor Aktivitäten.
So werden beispielsweise 62 selbst angefertigte Ruhebänke entlang der Wanderwege im Johannland vom Verein gehegt und gepflegt.
Beim Pfarrfest, beim Weihnachtsmarkt und bei Dorfgemeinschaftsarbeiten arbeitet der Heimatverein natürlich auch mit.
Die Ausrichtung diverser Sonderausstellungen in der Heimatstube, beispielsweise mit Pferdegeschirren, Krippen, Aquarellen, zur Wasserburg Hainchen, Ikonen oder Holzsägearbeiten waren stets große Erfolge. Beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" im Jahre 1994 verlieh der Touristikverband Siegerland dem Heimatverein für die Heimatstube einen 3. Preis.
In jedem Jahr bringt der Heimatverein einen Veranstaltungskalender mit allen Terminen der Vereine und Organisationen der Orte Helgersdorf, Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach heraus, der in recht großer Auflage verteilt wird.
Zur Pflege der Vereinsgemeinschaft gibt es einen jährlichen Tagesausflug, (Bildungsfahrt) der bei den Heimatfreunden stets großen Zuspruch findet.
Bei den Ferienspielen der Volksbank beteiligt sich der Verein gleichfalls, indem er Besuche der Heimatstube speziell für Kinder und Jugendliche oder das Bauen von Vogelnistkästen und Futterhäuschen anbietet.
Im Mai 1997 konnte die Heimatstube um 3 Räume erweitet werden.
Beim Markt im Mai 2000 hat der Heimatverein den Besuchern des Marktes vom Marktplatz aus Hubschrauber Rundflüge angeboten. 142 Besucher haben das Angebot angenommen.
Auch hat der Heimatverein im September 2001 den Backes im Stift von der Backhausgemeinschaft übernommen, der nun gepflegt und wieder genutzt werden soll. Bisher wurde bereits das undichte Dach saniert und die schlechten Holzbalken erneuert. Im Frühjahr werden die anfallenden Außenarbeiten in Angriff genommen und auch innen weiter gearbeitet.
Im Sommer 2002 haben wir einen 6,4 Tonnen schweren Stein (Findling) vor die Heimatstube gestellt und unser Bronze-Wappen daran befestigt.
Die ersten alten Landmaschinen wurden dem Verein 2005 geschenkt.
Im Februar 2007 hat die Fa. Schneider Holzbau aus Netphen die von der Stadt Netphen genehmigte Überdachung für alte Machinen von der Landwirtschaft unterzustellen Aufgeschlagen. Dach eindecken, Randsteine setzen, Pflastern und anstreichen der Maschinen war bis 2008 eine weitere Aufgabe der Heimatfreunde.
Im Jahre 2009 wurden von Bürgern des Johannlandes dem Heimatverein verschiedene kleine und große alte Heiligenfiguren geschenkt. Nach dem Aufarbeiten sind diese heute in der Heimatstube zu sehen.
Der Markt im Juli 2010 hatte wieder eine Besonderheit. Der Heimatverein hatte den Besuchern die Möglichkeit gegeben, vom Marktgelände aus mit dem Hubschrauber übers Siegerland zu fliegen. 132 Besucher haben dies angenommen.
Der Vorstand des Heimatvereins hat nach einem einstimmigen Beschluß im August 2010 den vor dem Eingang der Heimatstube aufgestellten über 100 Jahre alten Federhammer den Heimatfreunden vom Technikmuseum in Freudenberg als Dauerleihgabe übergeben.
Die Freudenberger Freunde wollen den Federhammer aufarbeiten und ihn dann in Ihrer Maschinemhalle ausstellen.
Im Frühjahr 2011 ist der Ofen Backhaus im Stift renoviert, und das Backhaus neu gestrichen worden.
Das Narturkundemuseum in Münster hat sich für eine Sonderausstellung (Alles für die Katz) unsere verlederte Katze aus der Zeit des Hexenwahns für ein 3/4 Jahr ausgeliehen.
Im Sommer 2012 bekamen wir 2 alte Landmaschinen für unser Ausstellung geschenkt.
Mit vielen Stunden Arbeitseinsatz haben die Heimatfreunde eiinen großen Wasserschaden in der Heimatstube beseitigen müssen. Unsere Heimatstube war 4 Monate geschlossen.
Unsere Heimatstube, welche an jedem 1. Sonntag im Monat von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet ist wurde im Jahre 2012 von 362 Besuchern besucht.
Fortsetzung folgt....
Wie in vielen Gegenden Deutschlands profitierte auch das Obere Johannland von der Renaissance des Heimatgedankens in den späten 80er und zu Beginn der 90er Jahre. Daher wurde am 2. Dezember 1988 im Gasthof Büdenbender (Jokebes) der Heimatverein "Oberes Johannland" e.V. gegründet. Dazu hatten sich 22 Bürgerinnen und Bürger aus den Ortschaften Hainchen, Helgersdorf, Irmgarteichen und Werthenbach eingefunden. Hintergrund der Gründung war der gemeinsame Wunsch, an Kultur und Brauchtum festzuhalten, die Geschichte des Johannlandes sowie aktuelle Ereignisse in Schrift- und Bildform zu fixieren sowie Gebrauchsgegenstände zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In den Vorstand wurden damals gewählt Karl Heinz Ley als Vorsitzender, Bruno Sting als Schriftführer und Hans Josef Neuser als Kassenwart. In der Satzung wurden die Pflege und Förderung des Heimatbewusstseins, des Brauchtums und die Bewahrung und der Schutz heimatlicher Kulturgüter verankert sowie die Zusammenarbeit mit den heimischen Vereinen und Institutionen festgeschrieben. Schon während der Gründungsversammlung kristallisierte sich heraus, dass die Einrichtung einer Heimatstube ein von allen gehegter Wunsch war.
Da in der 1929 erbauten Volksschule Räumlichkeiten frei wurden, bekam der neu gewählte Vorstand den Auftrag, mit der damaligen Gemeinde Netphen über eine Anmietung der Räume zu verhandeln. Nach mehreren Gesprächen erfolgte die Zusage. Nachdem die
Vereinsmitglieder die Räumlichkeiten mit viel Mühe, Kosten und Zeit (972 Arbeitsstunden) renoviert hatten, mussten diese wegen anderer Belegungsplänen durch die Gemeinde nach einem Ratbeschluss wieder geräumt werden. Der herbe Rückschlag konnte die Heimatfreunde im Oberen Johannland aber nicht entmutigen.
Dennoch musste bereits 1989 bei der Jahreshauptversammlung der Vorstand neu gewählt werden, da Schriftführer und Kassierer von ihren Ämtern zurückgetreten waren. Neu besetzt wurden sie durch Siegmar Witt Schriftführer und Dietmar Görg Kassierer Vize-Vorsitzender wurde Klaus Schmelzer.
Ohne Gegenstimmen war bei dieser Versammlung auch die Existenzberechtigung einer Heimatstube im Johannland befürwortet worden. Nach wie vor waren die Mitglieder der Auffassung, dass gerade das Johannland eine wechselvolle, spannende und lehrreiche Geschichte habe, die es verdiene, mit allen Gegenständen und Niederschriften dokumentiert zu werden. Abermals wurde der Vorstand beauftragt, mit der Verwaltung in Netphen in Verhandlungen zu treten. Diese hatten zum Ergebnis, dass die Gemeinde Verwaltung dem Heimatverein die Nutzung des Dachgeschosses im ehemaligen Schulgebäude 1990 zur Unterbringung heimatkundlicher Gegenstände vermietet hat.
Im November 1990 übergab Heinz Kringe aus Hainchen dem Heimatverein eine Dreschmaschine als Museumsstück. Ärgerlich war es für den Verein, dass sich lange kein geeigneter Unterstand für die Maschine finden ließ. Im Sommer 1996 konnte der Heimatverein schließlich dafür einen Schuppen auf dem alten Marktplatz "Auf der Struht" bauen. Die Dreschmaschine stand entlich unter einem Dach. Viele Heimatfreunde begannen mit dem Restaurieren, mußten aber schnell feststellen das ein Erhalt nicht mehr möglich war. Zu lange Jahre war sie Wind und Wetter ausgesetzt
Mit den Renovierungsarbeiten auf dem Dachboden der alten Schule wurde im Juli 1991 begonnen. Viel handwerkliches Geschick wurde den Mitgliedern im Zuge dieser Baumaßnahme beim Verputzen der Wände, Erneuern des Fußbodens, Isolieren des Dachs, Vertäfeln, Streichen usw. abverlangt. Bis Mai 1995 wurden hierbei insgesamt 1272 Arbeitsstunden von den Mitgliedern geleistet.
Am 9. September 1995 wurde die Heimatstube schließlich eröffnet. Bürgermeister Rüdiger Bartsch, Stellv. Bürgermeister Bruno Holtermann, Heimatgebietsleiter Walter Oerter, Museumsdirektor Dr. Jürgen Schawacht aus Siegen welcher auch die Eröffnungsansprache gehalten hat.
Der Ratsvertreter von Irmgarteichen Paul Legge, die Vertreter der Ortsvereine von Irmgarteichen, Pastor Gerd Schneider, die Ortsvorsteher von Hainchen,Helgersdorf, Werthenbach und Irmgarteichen waren da. Hermann Josef Siedhof (Sohn des Lehrers Siedhof welcher viele Jahre Lehrer in Irmgarteichen war) hatte dem Heimatverein viele Bilder aus den 20 er und 30er Jahren mitgebracht. Die musikalische Umrahmung hat die Jagdhornbläsergruppe von Netphen übernommen. Nach dem offiziellen Teil, mit dem überbringen der Glückwünsche und einer kleinen Stärkung, ging es die Treppen hinauf zur Heimatstube.Großes Lob wurde dem Heimatverein von allen Gästen ausgesprochen.
Die Heimatstube ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
1782 Exponate konnten bisher gesammelt und ausgestellt werden. Zu den Spannendsten und außergewöhnlichsten Exponaten zählen zweifellos der verlederte und extrem gut erhaltene Katzenkörper. Die in der Blütezeit des Hexenwahns bei lebendigem Leibe in die am Ortseingang gebauten Gebäude (Häuser) eingemauerten Katzen, sollten durch ihr Geschrei die Hexen fernhalten. Dieser Katzenkörper wurde bei Umbauarbeiten des Backhauses bzw. der Hauses Steiner in Salchendorf gefunden. Zur Dokumentation heimischer Geschichte gab der Niederdielfer Friedhelm Busch in Kooperation mit dem Heimatverein im Jahre 2000 eine Chronik über die Pfarrkirche Irmgarteichen anno 1270-1325-2000 in Verbindung mit der Wasserburg Hainchen und dem Fürstengeschlecht von Bicken heraus.
Vorbildlich ist auch die Jugendgruppe des Vereins. Diese erhielt 1993 den Umweltpreis der Gemeinde Netphen. Sie hatte in ehrenamtlicher Arbeit im Naturbereich Nachahmenswertes geleistet. 60 Nistkästen gebaut, aufgehängt und in Pflege genommen. Auch die älteren im Verein machen sich für die Umwelt stark: Entlang der Wegesränder wurden 100 Obstbäume gepflanzt.
Außerdem ließ der Heimatverein eine Tradition des Oberen Johannlandes wieder aufleben, die 1972 wegen zurückgehender Landwirtschaft eingestellt worden war: Der Großviehmarkt, der jedes Jahr vom Landwirtschaftlichen Verein Irmgarteichen veranstaltet worden war. Mit Kleintieren rief der Verein am 23. März 1993 den Markt wieder ins Leben. Dieser erste Markt war so gut besucht worden, dass sich der Vorstand entschloss, in den folgenden Jahren vier Märkte im Jahr (März, Mai, Juli und September) zu veranstalten.
Seit März 1994 ist der Trödelmarkt hinzu genommen worden, so dass der Markt heute mit den Bereichen Kleintiere, Bauernprodukte, Ökoprodukte und Trödel eine breite Angebotspalette repräsentiert. Die Termine für den mittlerweile über die Grenzen des Siegerlandes
hinaus bekannten Marktes für das aktuelle Jahr können Sie hier erfahren. Der Markt findet jeweils von 11 bis 18 Uhr auf dem alten Marktplatz und in der Schützenhalle Irmgarteichen statt.
Auch sonst sprudelt der Verein vor Aktivitäten.
So werden beispielsweise 62 selbst angefertigte Ruhebänke entlang der Wanderwege im Johannland vom Verein gehegt und gepflegt.
Beim Pfarrfest, beim Weihnachtsmarkt und bei Dorfgemeinschaftsarbeiten arbeitet der Heimatverein natürlich auch mit.
Die Ausrichtung diverser Sonderausstellungen in der Heimatstube, beispielsweise mit Pferdegeschirren, Krippen, Aquarellen, zur Wasserburg Hainchen, Ikonen oder Holzsägearbeiten waren stets große Erfolge. Beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" im Jahre 1994 verlieh der Touristikverband Siegerland dem Heimatverein für die Heimatstube einen 3. Preis.
In jedem Jahr bringt der Heimatverein einen Veranstaltungskalender mit allen Terminen der Vereine und Organisationen der Orte Helgersdorf, Hainchen, Irmgarteichen und Werthenbach heraus, der in recht großer Auflage verteilt wird.
Zur Pflege der Vereinsgemeinschaft gibt es einen jährlichen Tagesausflug, (Bildungsfahrt) der bei den Heimatfreunden stets großen Zuspruch findet.
Bei den Ferienspielen der Volksbank beteiligt sich der Verein gleichfalls, indem er Besuche der Heimatstube speziell für Kinder und Jugendliche oder das Bauen von Vogelnistkästen und Futterhäuschen anbietet.
Im Mai 1997 konnte die Heimatstube um 3 Räume erweitet werden.
Beim Markt im Mai 2000 hat der Heimatverein den Besuchern des Marktes vom Marktplatz aus Hubschrauber Rundflüge angeboten. 142 Besucher haben das Angebot angenommen.
Auch hat der Heimatverein im September 2001 den Backes im Stift von der Backhausgemeinschaft übernommen, der nun gepflegt und wieder genutzt werden soll. Bisher wurde bereits das undichte Dach saniert und die schlechten Holzbalken erneuert. Im Frühjahr werden die anfallenden Außenarbeiten in Angriff genommen und auch innen weiter gearbeitet.
Im Sommer 2002 haben wir einen 6,4 Tonnen schweren Stein (Findling) vor die Heimatstube gestellt und unser Bronze-Wappen daran befestigt.
Die ersten alten Landmaschinen wurden dem Verein 2005 geschenkt.
Im Februar 2007 hat die Fa. Schneider Holzbau aus Netphen die von der Stadt Netphen genehmigte Überdachung für alte Machinen von der Landwirtschaft unterzustellen Aufgeschlagen. Dach eindecken, Randsteine setzen, Pflastern und anstreichen der Maschinen war bis 2008 eine weitere Aufgabe der Heimatfreunde.
Im Jahre 2009 wurden von Bürgern des Johannlandes dem Heimatverein verschiedene kleine und große alte Heiligenfiguren geschenkt. Nach dem Aufarbeiten sind diese heute in der Heimatstube zu sehen.
Der Markt im Juli 2010 hatte wieder eine Besonderheit. Der Heimatverein hatte den Besuchern die Möglichkeit gegeben, vom Marktgelände aus mit dem Hubschrauber übers Siegerland zu fliegen. 132 Besucher haben dies angenommen.
Der Vorstand des Heimatvereins hat nach einem einstimmigen Beschluß im August 2010 den vor dem Eingang der Heimatstube aufgestellten über 100 Jahre alten Federhammer den Heimatfreunden vom Technikmuseum in Freudenberg als Dauerleihgabe übergeben.
Die Freudenberger Freunde wollen den Federhammer aufarbeiten und ihn dann in Ihrer Maschinemhalle ausstellen.
Im Frühjahr 2011 ist der Ofen Backhaus im Stift renoviert, und das Backhaus neu gestrichen worden.
Das Narturkundemuseum in Münster hat sich für eine Sonderausstellung (Alles für die Katz) unsere verlederte Katze aus der Zeit des Hexenwahns für ein 3/4 Jahr ausgeliehen.
Im Sommer 2012 bekamen wir 2 alte Landmaschinen für unser Ausstellung geschenkt.
Mit vielen Stunden Arbeitseinsatz haben die Heimatfreunde eiinen großen Wasserschaden in der Heimatstube beseitigen müssen. Unsere Heimatstube war 4 Monate geschlossen.
Unsere Heimatstube, welche an jedem 1. Sonntag im Monat von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet ist wurde im Jahre 2012 von 362 Besuchern besucht.
Fortsetzung folgt....